Erste Schritte

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Mein erstes Ruby-Programm soll einmal ein Playlist-Generator werden. Der allererste Wurf schreibt nur ein Verzeichnislisting mit mp3-Dateien. Es sieht sieht so aus:

Dir["*.mp3"].each { |mp3Datei| printf("%s\n", mp3Datei) }

Dir ist eine Klasse, "*.mp3" ist eine Instanz der Klasse String, die eckigen Klammern sind eine Klassenmethode von Dir, Dir["*.mp3"] ist eine über diese Methode erzeugte Instanz der Klasse Array, each ist eine Instanzmethode von Array, die geschweiften Klammern markieren Beginn und Ende eines an diese Methode übergebenen Blocks mit einer temporären Variable mp3Datei, welche der Reihe nach jede im Array gespeicherte Instanz von String annimt und über die Funktion printf ausgegben wird.

Zuviel für den Anfang? Macht nichts. Für unsere Zwecke reicht es aus, hinzunehmen, dass es sich bei der Zeile um ein vollständiges Ruby-Programm handelt.

Soweit so gut, aber was mache ich jetzt mit dieser Textzeile? Zunächst ist es sicher eine gute Idee, die Zeile in eine Datei zu schreiben, und diese als playlist.rb abzuspeichern. Das Ruby-Installationsprogramm hat Windows beigebracht, an der Dateiendung .rb zu erkennen, dass ein Doppelklick auf die Datei den Ruby-Interpreter startet und dieser das in der Datei enthaltene Programm ausführt. Das bringt uns hier nicht wesentlich weiter, denn das Programm greift ja mit Dir["*.mp3"] den Inhalt des aktuellen Verzeichnisses ab. Außerdem schließt sich das Fenster, in dem die Ergebnisse angezeigt werden, sofort wieder.

Wir speichern die Datei stattdessen in einem Verzeichnis, welches im Pfad eingetragen ist, also z. B. unter C:\ruby\bin. Wie man die PATH Variable ändert steht in der Windows-Hilfe unter dem Stichwort Umgebungsvariablen. Ich verwende z. B. ein eigenes bin-Verzeichnis für die Ablage meiner Scripte. Mit echo %PATH% kann man sich den Pfad auch in einem Konsolenfenster anzeigen lassen. (Zur Erinnerung: Windows nennt das Ding "Eingabeeaufforderung", siehe Installation.)

Wenn man nun in einem Konsolenfenster in ein Verzeichnis wechselt, in dem mp3-Dateien liegen, liefert ein Aufruf von playlist.rb bereits eine Ausgabe. Wichtig wäre es also, aus Windows heraus schnell in ein solches Konsolenfenster wechseln zu können.

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